Konstruktiv ist es recht bequem, den Kupplungskopf als Gußteil auszubilden. Ist man doch bezüglich der Formgebung ziemlich frei. Die Probleme werden vom Konstrukteur auf den Formbauer der Gießereien verlagert, der anhand der Gestaltung sehen muß, wie er durch Form- und Kerngestaltung den Vorstellungen der Konstrukteure
entsprechen kann. Dementsprechend Zeitaufwendig ist die Herstellung der zahlreichen Formen und Kerne und deren Zusammenbau zur fertigen Gußform. Auch der anschließende Entform-, Reinigungs- und Nachbearbeitungsprozeß ist sehr aufwendig - und das Nachteiligste: Es gibt nicht sehr viele Automatisierungsmöglichkeiten für diesen Prozess.
Als, zunächst in Frankreich, der Gedanke einer Schweißkonstruktion aufkam und in Funktionsmustern realisiert wurde, glaubten wir alle, dass die Kosten einer solchen Konstruktion über der Schweißausführung liegen werden. Schon die Vorauskalkulationen zeigten schnell unseren Irrtum. Es scheint mir außer Frage, dass mit der heutigen Robotertechnik der ökonomische Vorteil einer Schweißkonstruktion nach erheblicher sein wird. Aber wie gesagt: Die Anforderungen an den Konstrukteur sind größer!
Entsprechend der unten gezeigten Darstellung wurde von den Bautzener Konstrukteuren in Zusammenarbeit mit Ingenieuren des Schweißinstitutes Halle eine Konstruktion geschaffen, bei der lediglich der Kupplungsarm und das große Horn als Stahlgußteil mit den übrigen Teilen aus bearbeiteten und geschmiedeten Teilen verschweißt wurde. Die Schweißungen wurden so geführt, dass keine unzulässigen Gefügeveränderungen und Spannungen entstanden.