Die SA 3 Kupplung der russischen Bahnen
Die SA3 - Kupplung, die seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Sowjetunion eingeführt wurde,

entspricht mit ihrer Robustheit und Einfachheit den Anforderungen des riesigen Gebietes Russlands. Die Funktion der einzelnen Teile ist gut überblickbar, Reparaturen praktisch überall ausführbar und auftretende Fehlfunktionen können durch manuelles Eingreifen schnell korrigiert werden. Hinsichtlich Kuppelbarkeit in engeren Gleisbögen, bei unterschiedlichen Auflaufgeschwindigkeiten kann die Kupplung natürlich nicht den Erfordernissen der mitteleuropäischen Bahnen erfüllen. Auch andere Forderungen, wie z. B. das Trennen von Kuppelverbindungen, wenn diese unter Zugspannung stehen, werden von der SA3 nicht befriedigend erfüllt. Für eine zeitgemäße automatische Kupplung waren von der SA3 außer dem
Willisonprofil u. a. aus diesen Gründen nicht viel zu übernehmen. Übernommen werden konnten aber die Erfahrungen russischer Konstrukteure und Eisenbahner mit dem Betrieb und der Unterhaltung von automatischen Kupplungen sowie die entstehenden Probleme bei extremen Witterungsbedingungen.